Bei bis an Taubheit grenzenden Hörverlusten, die mit herkömmlichen Hörgeräten nicht mehr kompensiert werden können, verhilft ein Cochlea Implantat (CI) dem Träger zu einer deutlichen Verbesserung des Hörvermögens. Dabei wird das nicht mehr (voll) funktionsfähige Innenohr überbrückt. Die elektrischen Reize werden direkt an die Hörnerven weitergeleitet. Besonders für gehörlose Kinder stellt das CI die aktuell beste Wahl dar, da hiermit eine gute Sprachentwicklung für das Kind möglich ist. Bei Erwachsenen führt es in den meisten Fällen zu einer deutlichen Verbesserung des Sprachverstehens.
Ankommende Schallwellen werden durch das hinter dem Ohr getragene Mikrofon (1) aufgenommen und an den Soundprozessor (2) weitergeleitet. Dieser wandelt die Schallwellen in digitale Signale um und überträgt diese an die Senderspule (3). Die unter die Haut implantierte Empfängerspule (4) wandelt die Signale in elektrische Impulse um und leitet diese an den Multielektrodenträger (5) im Innenohr weiter. Dadurch werden die Hörnervenfasern stimuliert. Durch die Weiterleitung über den Hörnerv (6) an das Gehirn entsteht ein Höreindruck.

(1) Mikrofon
(2) Soundprozessor
(3) Senderspule
(4) Implantierte Empfängerspule
(5) Multielektrodenarray im Innenohr
(6) Hörnerv
Bei der Versorgung mit einem CI handelt es sich um einen operativen Eingriff, der unter Vollnarkose in einer CI-Klinik durchgeführt wird. Hierbei wird das eigentliche Implantat mit dem Magneten und der Elektronik, sowie der Elektrode, in das Innenohr vorgeschoben. Der zweite Teil des Implantates, nämlich Übertragungsspule/Senderspule und der Soundprozessor werden im Anschluss extern an Kopf und Ohr befestigt.
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